Dirndl-Regeln – Do’s und Don’ts

Dirndl Regeln

Foto: Angermaier

Das Dirndl ist wahrlich eine Wissenschaft für sich: Von Ort zu Ort gibt es kleine Unterschiede, die darüber entscheiden, was ein echtes Dirndl ist und was nicht. Ein paar unverwechselbare Regeln für´s Dirndl gibt es aber dennoch. Wenn wir die beherzigen, gehen wir auf den Wiesn auf Nummer sicher, nicht nur stylisch, sondern auch der Tradition entsprechend gekleidet zu sein.

Das echte Dirndl besteht in der Regel aus einem in Falten gelegten Rock mit maßkrughohem Saum. Knöchellang soll der Rock sein, mittlerweile ist aber auch eine Länge von 70 bis 60 Zentimetern noch akzeptabel. Dazu kommen eine zwei bis drei Zentimeter kürzere Schürze sowie eine Bluse in dezenten Farben. Aus Seide, Baumwolle oder feiner Wolle, mit Schiebe- oder langen Puffärmeln – wir haben die Wahl!

Farbvorschriften gibt es beim Dirndl keine. Allerdings sollte es eher dezent als knallig sein. Und von übertriebenen Mustern wie Leoparden-Imitat sollten wir schon längst Abstand nehmen. Hellblau oder Rosa haben sich mittlerweile zu DEN Dirndlfarben schlechthin gemausert. Damit kann man nichts falsch machen. Aber auch andere Farben sind von Saison zu Saison angesagt. Achtung: Schwarz mit weißer Bluse ist fast schon ein No Go – dies waren früher die Farben der Bedienungen!

Was die wenigsten Wiesn-Touristen und selbst eingefleischte Oktoberfest-Fans wissen: Mit Schleifchen an der Schürze können wir versteckte Zeichen setzen! Sitzt die Schleife an der Schürze links, ist die Dirndlträgerin noch zu haben. Also, losflirten, was das Zeug hält! Ist sie hingegen auf der rechten Seite gebunden: Finger weg, die Dame ist vergeben. Hinten zugeschnürt bedeutet, die Dirndl-Besitzern ist verwitwet. Und vorne gebunden deutet auf eine Jungfrau hin. So kann Mann also – gewollt oder ungewollt – allerlei durch´s Dirndl erfahren!

Beim Schmuck gilt wie so oft im Leben: Weniger ist oft mehr. Echte Dirndl haben häufig ein sogenanntes „Gschnürr“ am Oberteil. Es besteht aus einer silbernen Erbskette mit Gliedern in Erbsenform und ist meistens auch noch mit Talern und Amuletten verziert. Dazu trägt das weibliche Geschlecht dann idealerweise ein Schultertuch aus Seide. Das wärmt auch an kalten Tagen – und Nächten.

Last but not least das Schuhwerk: Echte Traditionalistinnen tragen zum Dirndl-Gwand flache, einfache Schuhe und gehäckelte Strümpfe. High Heels, Pumps und Co. können wir getrost im Schuhschrank lassen. Endlich also mal keine Fußschmerzen durch Zehn-Zentimeter-Absätze! Ganz im Gegenteil: Bequem soll es sein.

Jetzt heißt es also feiern, tanzen und trinken! Ganz nach Münchner Wiesn-Tradition!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>